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Psychische Auswirkungen von chronischen Erkrankung

Krankheitsbewältigung durch Psychotherapie bei chronischen Erkrankungen


Krankheitsbewältigung durch Psychotherapie bei chronischen Erkrankungen

Die moderne Medizin ermöglicht immer bessere Behandlungserfolge bei akuten
Erkrankungen. Operationen und medikamentöse Therapien ermöglichen Heilung
und Linderung bei Krankheiten, die früher sicher zum Tod führten. Manche
dieser Krankheiten können durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten zwar
nicht vollständig geheilt werden, ermöglichen jedoch ein normales
Weiterleben mit einer guten Lebenserwartung.

Dennoch fühlen sich die Menschen mit chronischen Erkrankungen oft in ihrer
Lebensqualität beeinträchtigt. Schmerz- und Beschwerdefreiheit sind sehr
wichtige, aber nicht die einzigen Faktoren, die für die eigene
Lebensqualität entscheidend sind. Denn neben der Qualität des körperlichen
Befindens spielen auch psychische und soziale Bedingungen eine wesentliche
Rolle.

Wie ein Mensch die Qualität seines Lebens einschätzt, kann er nur selbst,
unter Berücksichtigung seiner jeweiligen Lebensumstände, für sich bestimmen.
Für viele chronisch kranke Patienten bedeutet Lebensqualität vor allem, mit
der Erkrankung am Leben teilzunehmen. Ob dies gelingt, hängt einerseits
davon ab, inwieweit die Art und das Ausmaß der Beschwerden und
Einschränkungen im Alltag belasten. Genau so wichtig ist andererseits jedoch
auch die innere Einstellung zu den krankheitsbedingten Erschwernissen und
den Behandlungsmaßnahmen.

Eine chronische Erkrankung zu haben, bedeutet in der Regel nicht, nur krank
zu sein. Das Augenmerk sollte daher auch nicht nur auf die Krankheit und
deren Einschränkungen gerichtet sein, sondern auf die verbleibenden
Möglichkeiten, die den Betroffenen bei allen Begrenzungen Lebensfreude
ermöglichen. Doch natürlich gibt es Beeinträchtigungen. Diese können sich
zeigen im Bereich der Partnerschaft und Sexualität, dabei, wie
Freundschaften gelebt werden, in der Freizeitgestaltung, bei bisher
ausgeübten Sportarten, u.s.w.. Aber auch das Einordnen der Erkrankung in das
persönliche Schicksal, das Ertragen der begrenzten Möglichkeiten ohne
verbittert zu werden, können psychische Auswirkungen haben die von den
betroffenen chronisch Erkrankten als Beeinträchtigung erlebt werden.

Oft ziehen sich die betroffenen Personen dann zurück, da sie keine
Möglichkeiten erkennen, wie sie mit diesen Beschränkungen zurechtkommen
können.

Psychotherapeutische Begleitung kann in solchen Situationen eine gute Hilfe
sein, um die eigene Situation zu analysieren, neu zu definieren, alternative
Möglichkeiten zu entdecken und damit ein Stück der verloren geglaubten
Lebensqualität zurückzugewinnen.